Ü50 erkämpft sich Unentschieden gegen Altona 93

Mit 10 Mann wollten wir das Abenteuer Altona 93 bestehen. Unser Personal schwand dahin. Verletzungen und der Besuch des vorerst letzten Bundesligaspiels des HSV kosteten uns Personalabgänge.

 Kurzfristig meldet aber unsere „Lebensversicherung“ Andi Leicht als Nr. 11 nach. Der Grund war aber nicht schön. Seinen Kasselbesuch musste er abbrechen, da das Unwetter am Donnerstag das heimische Domizil in Havighorst unter Wasser gesetzt hatte. Toll, dass er die Aufräumarbeiten unterbrach, um seine Mannschaft zu unterstützen. Doch wo war „Seiffe“. Mr. Zuverlässig kam nicht. Interims-Coach Achim Urbschat telefonierte hektisch. Seiffe lag auf der Couch, denn wir hatten einen Saboteur im Team. Kapitän Woller, nachvollziehbar und akzeptabel selbst abwesend durch familäre Verpflichtungen hatte Seiffe einen Tag vor dem Spiel die Info zukommen lassen, dass der TSV Glinde wohl nicht mit 10 Mann gegen Altona 93 antritt. Toll, dass er sich Gedanken macht, aber die letzten Mohikaner ausladen ? ; geht gar nicht! Manche meinten, dass es noch Nachwirkungen von der Vatertagstour waren, denn dabei hat unser Woller natürlich wieder als Organisator und Aktiver geglänzt.

Was soll´s . 10 Glinder betraten also zunächst den Grandplatz in Altona zu Spielbeginn.  Achim trat am Spielfeldrand als Motivator in Erscheinung und signalisierte: Jetzt erst recht Männer! Während Seiffe von Glinde in Rekordzeit nach Altona nachreiste, begann das Spiel. Die Atonaer zogen ihr Spiel auf, aber im letzten Verteidigungsdrittel hatte Glinde nahezu immer die Oberhand. Zuchti glänzte als Libero, Schöning und Hedtke als „Doppelsechs“ und außen machten  Lorenz und Advokat Mezele dicht.  Glinde schaltete dann auf Angriff um, wenn sich die Situation bot. Und das ging dann blitzschnell. So in der 20. Minute, als Gabbert  den Laufweg von Leichti voraus ahnte und einen Sahnepass spielte.  Leichti nun Mann gegen Mann mit dem ehemaligen Zweitligaspieler der Altonaer und nachdem er den schwindelig spielte, umkurvte er noch den Torwart und schob zur 1:0 Führung ein.  Besser geht es nicht! Altona war etwas geschockt, aber sie warteten auf ihre Chanchen, die sich unvermeidlich ergeben sollten. Nun traf Seiffe ein und Glinde spielte fortan mit 11 Mann. In der Halbzeitpause redete Achim uns weiter stark und wir glaubten an uns. Gabbert verlor keinen Gedanken an sein meniskusgeschädigtes Knie und Oldie Jörni Wilkens sorgte für viel Wirbel und  Entlastung. Dann war da noch unser Keeper Thomas Klein, der wegen der Personalnot als Feldspieler eingesetzt wurde und Harry Streich im Tor den Vortritt gab. Unser „Kleini“ hatte dann die riesige Chance zum 2:0 .  Freistehend setzte er jedoch zum Entsetzen seiner Spieler den Ball knapp neben das Tor. Ein Freistoß von Dirk Seiffert streifte die Oberkante der Latte, bevor Dirk wegen einer Zerrung  nur noch als Standfußballer agierte. Und Altona 93 ?. Sie warteten auf ihre Chance und nutzten eine davon durch ihren ehemaligen Profifußballer 10 Minuten vor Spielende.  Irgenwie prallte der Ball auf dem Grandacker so unberechenbar auf, dass die Glinder Abwehspieler überrumpelt wurden und der Altonaer per Kopfball das 1:1 erzielte. Glinde kämpfte jetzt um den einen Punkt mit letzten Kräften. Den Schlusspfiff sehnten wir herbei und er kam, als wir mit dem letzten Angriff sogar noch den Siegtreffer hätten erzielen können.  Doch Seiffe´s Zerrung verhinderte den letzten präzisen Pass im Strafraum.

Am Ende ein gerechtes Unentschieden einer aufopferungsvoll kämpfenden Glinder Mannschaft.

Respekt Männer!

Kein Gemecker, sondern aufmunternde Worte an den Mitspieler zur Unterstützung. Wegen solcher Spiele stehen wir immer wieder gerne auf dem Platz. Das sind die Erlebnisse, die Fußball zu einer wunderschönen Nebensache machen und Spaß und Freude bringen.