Meisterleistung der Ü55 gegen Finkenwerder

Es hätte so schön werden sollen im letzten Spiel der Ü55; war man doch schon Staffelmeister und zum Abschluss sollte es ein Schaulaufen geben. Doch der Spielerkader wurde von Tag zu Tag dünner. Zuletzt verletzten sich noch Gabbert und Sievers am Tag zuvor im Ü50 Spiel in Dassendorf. Eine Spielabsage hing in der Luft, aber so sollte eine tolle Saison nicht zu Ende gehen. Und dann leistete der Rumpfkader Unfassbares...

Mit zunächst sage und schreibe 7 Kämpfertypen ging Glinde in die "Schlacht" gegen die Singvögel von der Elbe. Jürgen Kampe stand wie eine Deutsche Eiche im Tor und so konnte Thomas Klein draußen glänzen. Die Abwehrstrategen Rainer Lorenz und Achim Urbschat davor und ein überragender Andreas Leicht, der überall und wirklich in jeder Ecke des Spielfelds zu finden war. Im Mittelfeld ein Jürgen Richter, der heute immer die richtige Entscheidung traf, die Pässe souverän spielte und entscheidende Zweikämpfe gewann. Dazu kam ein "Zuchti"  im 5.Frühling , der lief und lief und lief wie ein VW-Käfer. Die "Glorreichen Sieben" wurden dann noch von Falle, unserem Torwart aus der AH - der 10 Minuten nach Spielbeginn eintraf - unterstützt und so konnte wenigstens ein Spieler gewechselt werden, denn die Temperatur stieg von Minute zu Minute. Als Schiedsrichter agierte  Frank Gabbert, weil der angesetzte Referee mal wieder nicht den Weg nach Glinde fand.

Der Spielverlauf gestaltete sich wie gewünscht. Glinde mit sicherem Passspiel und 100 % Einsatzbereitschaft ging durch "Falle" nach 25 Minuten in Führung. In Mittelstürmermanier den Ball und Gegner zurecht gelegt und flach ins Eck abgezogen. Finkenwerder mit gefälligem Spiel, aber das Glinder  Bollwerk hielt den Kasten dicht. In der Halbzeitpause jappten alle schon mächtig nach Luft, aber 35 Minuten schwere Minuten standen noch bevor. Dann der Auftritt des regelkundigen Unparteiischen. Einen  Einwurf eines Glinder Spielers nahm Jürgen Kampe mit den Händen auf. Der Referee entschied unnachgiebig auf indirekten Freistoß im Strafraum.  Es folgte der 1:1 Ausgleich, nachdem der Ball pingpongmäßig irgendwie den Weg ins Tor fand. Die Glinder Spieler waren jetzt richtig heiß. Ein Lattenknaller von Andi Leicht  deutete an, dass man den Sieg unbedingt wollte. Die wohl beste kämpferische Leistung der Saison sollte noch belohnt  werden. Zuchti setzte sich mal wieder durch und bei seiner scharfen Hereingabe war es wieder Falle, der im richtigen Moment da stand , wo ein Stürmer stehen muss. Fuß hingehalten und der Ball zappelte zum 2:1 im Netz. Finkenwerder gab nicht auf und Jürgen Kampe musste mit Glück und Können einige Male den Ausgleich verhindern. Nach einer Ecke von Leichti war es Zuchti, der den 3:1 Siegtreffer per Kopfball erzielte. Die Glinder Spieler waren stehend K.O. aber die Freude war groß, dass man zum Abschluss der Saison trotz der pesrsonellen Notlage noch einmal so eine Meisterleistung abgeliefert hat. 

Hut ab vor den  "Glorreichen Sieben" und "Goalgetter" Torsten Falinski !